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Paderborner Kolloquium für den Mathematikunterricht (PaKoMath)

Das Institut für Mathematik der Universität Paderborn veranstaltet ab dem Schuljahr 2009/10 ein Kolloquium für den Mathematikunterricht.

Es richtet sich an alle, denen der Unterricht im Fach Mathematik an weiterführenden Schulen am Herzen liegt. In erster Linie sprechen wir mit der Veranstaltungsreihe Lehrerinnen und Lehrer, Referendarinnen und Referendare und Lehramtsstudierende an.

Die Teilnahme am Paderborner Kolloquium für den Mathematikunterricht kann als Lehrerfortbildung angerechnet werden. Genauere Informationen hierzu erteilt das PLAZ.


Das Paderborner Kolloquium für den Mathematikunterricht wird von Prof. Dr. Rolf Biehler und Prof. Dr. Christian Fleischhack organisiert.


 

Kolloquiumsvorträge 1. Schulhalbjahr 2016/2017

Donnerstag, 17. November 2016, 18 Uhr, Hörsaal D2
Prof. Dr. Esther Brunner, PH Thurgau, Kreuzlingen (CH)
„Wenn etwas nicht bewiesen wird, fällt es mir schwer, das zu glauben!“
Von der Wichtigkeit, im Mathematikunterricht zu beweisen

Abstract: Im Zusammenhang mit den Bildungsstandards (KMK, 2005) hat Mathematisches Argumentieren an Bedeutung gewonnen. Wie begründen Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht? Und wie kann man sie dabei gezielt fördern und unterstützen? Anhand eines Begründungsspektrums werden im Vortrag verschiedene Arten des Begründens, Argumentierens und Beweisens aufgezeigt. Diese unterschiedlichen Begründungsarten zeugen von unterschiedlichen Denkleistungen und deren Repräsentationen. Dieser Prozess ist sehr anforderungsreich. Im Vortrag wird ein kurzer Überblick über die möglichen Schwierigkeiten und Fehlermustern beim Begründen und Argumentieren gegeben. Daraus werden Anforderungen an geeignete Aufgabengestaltung und die didaktische Unterstützung der Schülerinnen und Schüler abgeleitet.

 

Donnerstag, 08. Dezember 2016, 18 Uhr, Hörsaal D2
Prof. Dr. Andreas Filler, Humboldt-Universität zu Berlin
Verfolgungsprobleme: Eine Abituraufgabe und ihre Lösung(en)

Abstract: Zwanghafte „Verpackungen“ von Abituraufgaben in „Anwendungs“kontexte
werden oft anhand des Kompetenzbereichs „Modellieren“ gerechtfertigt, auch wenn die Aufgaben lediglich die Behandlung von Standardkontexten mit Standardverfahren erfordern. Noch problematischer ist es, wenn unsinnige Mathematisierungen verlangt bzw. vorgegeben werden, wie z.B. in einer Berliner Abituraufgabe zur Verfolgung eines Singvogels durch einen Raubvogel. Dabei haben Verfolgungsprobleme durchaus Potential für interessante Mathematisierungen. Für diskrete Zeitintervalle lassen sie sich durch Rekursionsformeln unter Verwendung elementarer Mittel der analytischen Schulgeometrie beschreiben, simulieren und z.B. mithilfe einer Tabellenkalkulation darstellen. Ausgehend hiervon bieten sich interessante Möglichkeiten weiterführender Betrachtungen an. Dazu zählen die Beschreibung von Kurven durch Parameterdarstellungen sowie die stetige Behandlung von Verfolgungsproblemen (was auf Differentialgleichungen führt und somit Grenzen mit schulmathematischen Mitteln möglicher Modellierungen
aufzeigt).

 

Donnerstag, 19. Januar 2017, 18 Uhr, Hörsaal D2
Jun. Prof. Dr. Tobias Weich, Universität Paderborn
Das Parallelenaxiom - Von Euklids Axiomatischer Geometrie zum GPS im Smartphone

Abstract: Das Parallelenproblem, das insgesamt 2000 Jahre ungelöst blieb, stellt zweifelsohne eines der bedeutendsten Probleme in der Geschichte der Mathematik dar. Ausgehend von einer kurzen Einführung in die axiomatische Geometrie, werden wir erörtern, worin das Parallelenproblem besteht, und Verbindungen zu wichtigen Sätzen der elementaren Schulgeometrie, wie der Winkelsumme im Dreieck und dem Satz des Thales, herstellen. Schließlich möchten wir auf die "Lösung" des Parallelenproblems im 19. Jahrhundert eingehen, die mit einem grundsätzlichen Wandel des Selbstverständnisses der Geometrie einherging. Dieser Wandel ebnete den Weg zu tiefgreifenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, ohne die zentrale Technologien in unserem Alltag undenkbar wären.

 

 

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