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Montag, 28.06.2021 | 16.45 Uhr - 17.45 Uhr

Mathematisches Kolloquium

Vertretungsprofessor Dr. Daniel Thurm (Heim-Universität Duisburg-Essen): „Mehr als richtig oder falsch? - Digitales formatives Assessment im Mathematikunterricht“

Eine lernbegleitende individuelle Diagnose und Förderung der Lernenden (sogenanntes „formatives Assessment“) ist einer der wichtigsten Faktoren, um mathematische Lernprozesse tragfähig zu gestalten. Digitale Medien bieten hierbei durch interaktive dynamische Visualisierungen, Adaptivität und Feedback Potenziale mathematische Diagnose- und Förderprozesse zu unterstützen. In diesem Zusammenhang wurden im Projekt Q-DIFA digitale Diagnose- und Förderplattformen (z.B. Bettermarks, Anton, Mathegym), welche verstärkt Einzug in den Schulalltag halten, hinsichtlich der dargebotenen Potenziale analysiert. Die Analyse zeigt, dass verstehensorientierte Aufgaben kaum realisiert werden und Diagnosen in oberflächlichen Kategorien erfolgen („korrekt/Inkorrekt“). Wie eine stärker verstehensorientierte digitale Diagnose und Förderung unter stärkerer Aktivierung der Lernenden aussehen kann wird am Beispiel der Projekte ISAA und BASE dargestellt. Im Kooperationsprojekt ISAA (gemeinsam mit Dr. Shai Olsher von der Universität Haifa, Israel) wird anhand eines speziellen digitalen Diagnoseformates, der sogenannten Example-Eliciting-Tasks, untersucht, inwiefern das Zusammenspiel von automatischer Diagnose und Selbstdiagnose Lernprozesse unterstützen kann. Ziel des Projektes BASE ist die Entwicklung und Beforschung eines verstehensorientierte digitalen Diagnose- und Fördertools (BASE-Tool) zum arithmetischen Basiswissen aus der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Selbstdiagnose der Lernenden.

Der Vortrag findet in Zoom statt, der entsprechende Link wird über den Fachgruppen- bzw. Fakultätsverteiler versendet. Externe Teilnehmende melden sich bitte mit Namen und Institution bei Frau Rüter (krueter(at)math.uni-paderborn(dot)de) an,  und erhalten dann den Link per Mail.

 

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