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Spiralen – ein Kapitel phänomenaler Mathematik

Prof. Dr. Johanna Heitzer (RWTH Aachen)
Do, 13. Juni 2013, 18 Uhr, Hörsaal D2

Spiralen haben die Menschheit zu jeder Zeit und in jedem Kulturkreis fasziniert. Sie kommen mannigfach in Natur, Technik und Kunst vor und haben eine tiefe symbolische Bedeutung. Mathematik ist das beste Mittel zur Beschreibung dieser Kurven und zur Untersuchung ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften. Tatsächlich haben Spiralen die Mathematikgeschichte von Archimedes bis Mandelbrot bereichert; insbesondere zählten sie zu den konkreten Objekten, an denen im 17. Jahrhundert der Infinitesimalkalkül entwickelt und erprobt wurde. Sowohl die Faszination dieser ebenen Kurven als auch ihre Eignung für mathematische Begriffsbildungen können im Mathematikunterricht fruchtbar gemacht werden. Nach einem Überblick über die Mathematik und historische Bedeutung der Spiralen werden vielfältige Möglichkeiten zur Umsetzung im Unterricht vorgestellt. Dabei kommen insbesondere kreative und explorative Seiten der Schüler und der Mathematik zur Geltung, die zu einem tiefen Verständnis analytischer Begriffe und Methoden beitragen können. Damit eignet sich dieser alte Gegenstand besonders zur Förderung aktueller Kompetenzen.

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