Ma­the­ma­tik in Pa­der­born

Mathematische Forschung, von den Grundlagen bis zur Anwendung, ist der Schlüssel für technische Innovationen. Eine hochkarätige mathematische Ausbildung bildet den Grundstein für die Entwicklung zukünftiger Fachkräfte. Das Institut für Mathematik in Paderborn zeichnet sich durch eine breite Palette exzellenter Forschung aus, die von reiner Mathematik bis hin zu Industriekooperationen und Forschung in der Mathematikdidaktik reicht. In unserem Lehrangebot bieten wir in den Studiengängen Mathematik und Technomathematik eine Ausbildung auf internationalem Spitzeniveau an sowie hoch bewertete Lehramtsstudiengänge für die gesamte Bandbreite an Schulformen.

Ak­tu­el­les

Drei Mi­nu­ten, vier Fo­li­en, span­nen­de For­schung

Drei Minuten, vier Folien, spannende Forschung: Am 16. Juli fand der erste EIM-PhD-Pitch statt.

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Die acht Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase arbeiteten unter der Leitung von John Pascal Arndt (rechts) und Dr. Max Hoffmann (links) drei Tage lang zu geometrischen und algebraischen Perspektiven auf den Symmetriebegriff.

Vom Drei­eck ins Ba­de­zim­mer - Ou­tre­ach­team des TRR 358 bei der Schü­ler­aka­de­mie SAM-OWL in Pe­ters­ha­gen

Vom 8. bis 10. Juli 2026 war das Outreach-Team des SFB-TRR 358 auf der Schülerakademie SAM-OWL in Petershagen vertreten. An der Akademie nahmen 32 ausgewählte Schüler:innen aus 30 Schulen der Region teil. Das Team der Universität Paderborn bot unter dem Titel „Vom Dreieck ins Badezimmer – Rechnet mit Symmetrie" einen von vier parallel stattfindenden Workshops an. Unter der Leitung von John Pascal Arndt (Masterstudent im Lehramt und WHB im…

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Das Ge­heim­nis der 17 Mus­ter: Wie Ma­the­ma­tik zum Grei­fen nah wird

Sonderforschungsbereich vereint Expertisen der Universitäten Paderborn und Bielefeld

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For­schung

In unserem Institut für Mathematik erstreckt sich unsere Forschung von exzellenter Grundlagenforschung bis zu interdisziplinärer Zusammenarbeit. Im SFB TRR 358 'Ganzzahlige Strukturen in Geometrie und Darstellungstheorie' forschen Mathematiker aus den Bereichen Analysis und Algebra über traditionelle Fachgrenzen hinweg. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf Gebiete wie Stochastik, angewandte Mathematik und die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Ein starker Schwerpunkt liegt außerdem auf der Forschung im Bereich der Mathematikdidaktik, der durch gemeinsame Forschungsprojekte von Mathematikdidaktikern und Mathematikern bestens in das Institut integriert ist.

Stu­di­um

In­for­ma­ti­o­nen für Ziel­grup­pen

Nachrichten

17.07.2026

Drei Mi­nu­ten, vier Fo­li­en, span­nen­de For­schung

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11.07.2026

Vom Drei­eck ins Ba­de­zim­mer - Ou­tre­ach­team des TRR 358 bei der Schü­ler­aka­de­mie SAM-OWL in Pe­ters­ha­gen

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30.06.2026

Ab­sol­ven­ten­fei­er 2026: Fa­kul­tät für Elek­tro­tech­nik, In­for­ma­tik und Ma­the­ma­tik ver­ab­schie­det ih­re Ab­sol­ven­tin­nen und…

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24.06.2026

För­der­preis für In­no­va­ti­on und Qua­li­täts­ver­bes­se­rung in der Leh­re 2025 für Dr. Max Hoff­mann

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19.06.2026

PhD Pitch: Prä­sen­tie­ren Sie Ih­re For­schung in drei Mi­nu­ten

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07.06.2026

Ide­en­Ex­po in Han­no­ver geht in die zehn­te Run­de: Die Uni­ver­si­tät Pa­der­born ist mit in­ter­ak­ti­vem Stand ver­tre­ten

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03.06.2026

Pa­der­bor­ner Ma­the-Ent­de­cke­rin­nen Tag (Pad­MEET) 2026: Ma­the­ma­tik kre­a­tiv er­le­ben

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03.06.2026

Wei­er­straß-Vor­le­sung 2026: Prof. Pe­ter Clive Sar­nak kommt nach Pa­der­born

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29.05.2026

Ab­sol­ven­ten­fei­er un­se­rer Fa­kul­tät am 26. Ju­ni 2026

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23.04.2026

An­tritts­vor­le­sun­gen von Jun.-Prof. Dr. Ja­ni­na Letz und Prof. Dr. Ste­phan Stad­ler

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06.02.2026

Über 200 Teil­neh­men­de beim „Tag der Ma­the­ma­tik“: In­sti­tut für Ma­the­ma­tik zu Gast an der Chris­ti­an-Rauch-Schu­le in Bad Arol­sen

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29.01.2026

An­tritts­vor­le­sun­gen von Prof. Dr. Ma­r­cel Cam­pen und Prof. Dr. Mar­tin Ulirsch

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27.11.2025

Neue Im­pul­se für For­schung und Leh­re: An­tritts­vor­le­sun­gen von Bin­der und Ja­lowy

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25.11.2025

"Shang­hai-Fä­cher­ran­king": In­sti­tut für Ma­the­ma­tik schnei­det er­neut sehr gut ab

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18.11.2025

Ma­the­ma­ti­k­leis­tungs­kur­se der Ma­ri­en­schu­le Lipp­stadt zu Be­such am In­sti­tut für Ma­the­ma­tik

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Weitere Neuigkeiten

Geo­me­trie im Un­end­li­chen - DFG för­dert For­schungs­pro­jekt von Pa­der­bor­ner Ma­the­ma­ti­ker

Fliegt ein Flugzeug immer geradeaus, umrundet es irgendwann die annähernd kugelförmige Erde auf einer kreisförmigen Flugbahn – vorausgesetzt, es handelt sich um ein Flugzeug, dem nie der Sprit ausgeht. In Räumen mit einer komplexeren Geometrie als jener der Erde können die gedachten Bahnen eines immer geradeaus fliegenden Flugzeugs dagegen deutlich komplizierter aussehen. Wie aber ließen sich diese sinnvoll mit Zahlen charakterisieren? Diese und weitere Fragen beschäftigen den Mathematiker Dr. Benjamin Küster von der Universität Paderborn im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Geometry at infinity“ (SPP 2026).

In der Mathematik bezeichnet man die lokal kürzeste Verbindungskurve zweier Punkte als Geodäte. Ein immer geradeaus fliegendes Flugzeug wird so auf der Erde immer dieselbe Route fliegen, dieselben Orte sehen und alles außerhalb der Route nie überfliegen. Ganz anders sieht es hingegen in der Geometrie der „lokal-symmetrischen Räume“ aus. In seinem DFG-Teilprojekt untersucht Küster zusammen mit Wissenschaftlern der AG „Spektral Analysis“ Räume, die sich wesentlich von der oben beschriebenen Situation unterscheiden: „Die Räume, mit denen wir uns beschäftigen, haben im Gegensatz zur Erde keinen endlichen Durchmesser. Es gibt also Orte mit beliebig großer „Luftlinienentfernung“ zueinander. Der zweite Unterschied zur Erde ist, dass ein imaginäres Flugzeug, das in den von uns betrachteten Räumen stur geradeaus fliegt, typischerweise nicht immer dieselbe Flugbahn wiederholen wird. Seine Route sieht eher chaotisch aus. Zudem können diese Räume beliebig viele Raum- und Zeitdimensionen haben. Bei mehreren Zeitdimensionen kommt die Analogie mit den Flugbahnen an ihre Grenzen – man bräuchte dann mehrere Flugzeuge, die nicht mehr alle geradeaus fliegen, sondern nach gewissen Regeln ihre Richtung ändern würden.“

Geometrie und Dynamik in Zahlen

Um lokal-symmetrische Räume zu untersuchen und zu charakterisieren, stützen sich die Wissenschaftler auf sogenannte „Resonanzen”. Das sind Verallgemeinerungen des Konzepts der Resonanzfrequenzen. Küster: „Im Fall einer geschlossenen Flugbahn auf der Erde ist die Situation einfach. Hier gibt es nur eine Resonanzfrequenz, und zwar das Inverse bzw. den Kehrwert der Zeit, die ein Flugzeug mit vordefinierter Geschwindigkeit braucht, um die Erde zu umrunden. Auf einer Erde mit Mondgröße wäre diese Zeit kürzer, die Resonanzfrequenz also höher.“ So enthalten die im Projekt betrachteten Geometrien zwar auch geschlossene Geodäten, auf die meisten treffe dies jedoch nicht zu, weswegen sie auch keine Umrundungszeit besitzen würden. „Dennoch lassen sich auch in diesem Fall Resonanzen definieren, die es einem erlauben, die „Flugbahnen“ mit Hilfe von Zahlen zu charakterisieren und beispielsweise quantitativ zu beschreiben, wie „chaotisch“ die Bahnen sind“, so der Paderborner Mathematiker.

Neue Forschungsfragen entdecken

Das Thema „Resonanzen“ berührt mehrere Teildisziplinen der Mathematik wie Analysis, Geometrie, dynamische Systeme, Zahlentheorie und mathematische Physik. Küster: „Während es in der angewandten Mathematik und der Physik durchaus „reale“ Resonanzfrequenzen gibt, die man etwa in einem Experiment messen und mit einem mathematischen Modell vergleichen kann, bieten die im Projekt betrachteten abstrakteren Aspekte des Forschungsgebiets innerhalb der reinen Mathematik Anwendungsmöglichkeiten beispielsweise durch neue Beweismethoden. Vor allem aber gibt es zahlreiche spannende neue Forschungsfragen und -richtungen, die es erst noch zu entdecken gilt.“

Die DFG fördert das Projekt am Paderborner Institut für Mathematik unter dem Titel „Resonanzen für nicht-kompakte lokal-symmetrische Räume“ für die nächsten drei Jahre mit 291.500 Euro.

Foto (Universität Paderborn): Dr. Benjamin Küster, Institut für Mathematik.

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